Oboe

Die Oboe ist das älteste der so genannten Rohrblatt-Instrumente. Das Mundstück besteht aus zwei dünnen Holzblättchen aus einer Art Bambusholz, die auf ein Metallröhrchen aufgebunden werden und beim Anblasen gegeneinander schwingen. Vergleichbar zu spielende Instrumente finden sich bereits in den alten Kulturen des Orients und Asiens, wenn auch Aussehen und Klang der Rohrblattinstrumente in den verschiedenen Kulturen sehr unterschiedlich sind.
Die heute gespielten Stücke sind zu einem großen Teil in der Barockzeit entstanden, und die Reihe der für Oboe geschriebenen Werke setzt sich bis in die Gegenwart fort.

Die Oboe hat größere und damit tiefer klingende „Schwestern“, die Oboe d’amore und das vor allem aus der Orchestermusik bekannte Englischhorn. Die Barockoboe in alter, tiefer Stimmung hat eine Wiederentdeckung erfahren, als der Wunsch nach historischer Aufführungspraxis zu spielen aufkam.

Dass die Rohrblätter aus Naturmaterial handgefertigt und deshalb nie gleich sind, fordert eine hohe Flexibilität des Spielenden. Andererseits ergibt sich gerade daraus der spezifische und immer auch individuelle Klang. Die Oboe ist ein Instrument, mit dem man eher zu den – in Orchestern viel gefragten – Spezialisten gehören wird.

Auf der modernen Oboe kann man mit etwa neun Jahren beginnen. Für jüngere Kinder ist die Barockoboe wegen ihres geringeren Blaswiderstandes und des leichteren Gewichtes geeignet.

 

Fachlehrer:     Claus Voit